Sühnekreuz bei den Heiligenwiesen (Wenschdorf)
Ein wohl spätmittelalterliches Steinkreuz aus Buntsandstein an der Straße von Wenschdorf nach Monbrunn – eingetragenes Baudenkmal.
Am Ortsrand von Wenschdorf steht ein altes Steinkreuz aus Buntsandstein, das in der Bayerischen Denkmalliste als Baudenkmal geführt wird. Es zählt zu den sogenannten Sühne- oder Steinkreuzen, wie sie im Odenwald mehrfach überliefert sind.
Quelle: openstreetmap.org
Auf einen Blick
- Objekt
- Sühnekreuz (Steinkreuz)
- Material
- Buntsandstein
- Maße
- 95 × 84 × 23 cm (Höhe × Breite × Tiefe)
- Datierung
- wohl spätmittelalterlich
- Lage
- an der Straße von Wenschdorf nach Monbrunn, Flur „bei den Heiligenwiesen“
- Denkmalschutz
- Bayerische Denkmalliste, Nr. D-6-76-139-276
Lage
Das Kreuz steht links der Straße, die von Wenschdorf nach Monbrunn führt, an der Einfahrt zu einem Feldweg. Es erhebt sich auf einer Weide unmittelbar neben einer Birke. Der Flurname der Stelle lautet „bei den Heiligenwiesen“.
Geschichte und Einordnung
Ein exaktes Entstehungsjahr ist für dieses Kreuz nicht überliefert; die Fachliteratur ordnet es als wohl spätmittelalterlich ein. Ein konkreter Sagen- oder Legendenhintergrund ist für dieses Steinkreuz nicht bekannt.
Allgemein gilt für Steinkreuze im Odenwald: Sie entstanden überwiegend im Mittelalter und stehen typischerweise an Weggabelungen, auf Feldern oder in Wäldern. Ihre Deutung ist oft ungewiss – man versteht sie als mögliche Sühnekreuze, die nach gewaltsamen Auseinandersetzungen zur Versöhnung errichtet wurden, oder als Gedenksteine für Unglücksfälle. Bei den meisten Kreuzen liegt der genaue Ursprung im Dunkeln; über Generationen lebten sie in mündlicher Überlieferung und lokalen Legenden weiter. Diese Einordnung beschreibt die Denkmalgattung im Allgemeinen und ist nicht als belegte Deutung dieses konkreten Kreuzes zu verstehen.
Denkmalschutz
Das Steinkreuz ist Teil der offiziellen „Liste der Baudenkmäler in Miltenberg“ des Bayerischen Landesamts für Denkmalpflege und dort dem Ortsteil Wenschdorf zugeordnet. Wenschdorf wurde im Zuge der bayerischen Gebietsreform in die Kreisstadt Miltenberg eingegliedert. Die fachliche Beschreibung samt Maßen stützt sich auf Bormuth u. a., „Steinkreuze im bayerischen Odenwald“ (1997, S. 478).
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Quellen & Links
- openstreetmap.org (abgerufen 2026-07-13)
- suehnekreuz.de (abgerufen 2026-08-08)
- de.wikipedia.org (abgerufen 2026-08-08)
Automatisch erstellt, zuletzt geprüft: 2026-08-08
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