Mud
Die Mud ist ein rund 25 Kilometer langer Fluss aus dem Odenwald, der bei Miltenberg von links in den Main mündet – unmittelbar hinter der Laurentiuskapelle.
Ihr Oberlauf trägt auch die Namen Mudau oder Mudbach. Von der Quelle in Baden-Württemberg bis zur Mündung in Bayern durchzieht der kleine Fluss den Sandstein-Odenwald.
Quelle: Wikipedia
Auf einen Blick
- Länge
- rund 25,4 km
- Quelle
- östlicher Odenwald westlich von Mudau (Gewann Hohenbusch), etwa 500 m ü. NHN
- Mündung
- von links in den Main, direkt hinter der Laurentiuskapelle bei Miltenberg, ca. 125 m ü. NHN
- Höhenunterschied
- rund 375 Höhenmeter (mittleres Gefälle etwa 15 ‰)
- Einzugsgebiet
- 408,2 km² im Sandstein-Odenwald
- Lage
- Quelle und Oberlauf in Baden-Württemberg (Neckar-Odenwald-Kreis), Mittel- und Unterlauf im bayerischen Landkreis Miltenberg
Das kannst du hier erleben
Verlauf
Die Mud entspringt im östlichen Odenwald westlich von Mudau. Ihre Quelle ist bereits seit 1890 gefasst und speist einen Wasserbehälter; der Oberlauf fällt deshalb oft trocken und führt erst ab der Wassertretanlage im Mudauer Gewann Weller dauerhaft Wasser. Von dort zieht der Fluss beständig nach Norden durch das Ünglerttal. Östlich von Kirchzell nimmt er den Gabelbach auf, in Amorbach mündet unterhalb des Gotthardsbergs sein größter Zufluss, der Billbach. Anschließend durchfließt die Mud Weilbach und Breitendiel, ehe sie bei Miltenberg den Main erreicht. Auf ihrem Weg überwindet sie rund 375 Höhenmeter.
Mündung bei Miltenberg
Für Miltenberg-Besucher ist vor allem das Ende des Flusses interessant: Die Mud mündet unmittelbar nach der Laurentiuskapelle von links in den Main. Damit lässt sich der Mündungsbereich gut mit einem Spaziergang entlang des Mains verbinden. Kurz vor der Mündung wurden über mehrere Jahre umfangreiche Hochwasserschutzmaßnahmen umgesetzt, deren Hauptteil bereits Ende 2009 fertiggestellt war.
Natur und Fische
Die Mud gehört zum Sandstein-Odenwald und entwässert über Main und Rhein bis zur Nordsee. In ihrem Wasser leben zahlreiche heimische Fischarten, darunter Bachforelle, Bachneunauge, Bachschmerle, Elritze, Flussbarsch, Gründling, Mühlkoppe, Hecht, Regenbogenforelle und Rotauge. Auch der einheimische Edelkrebs ist hier zu Hause.
Geschichte
Erstmals schriftlich fassbar ist das Gewässer 1271 als „Mudahe“. Der Name geht auf das germanische Wort *muda für torfartige Erde, Moor oder Schlamm zurück, ergänzt um die alte Endung -aha für „Fließgewässer“. Entlang der Mud gab es über die Jahrhunderte zahlreiche Mühlen, die die Wasserkraft des Flusses nutzten.
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