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© Holger Uwe Schmitt · CC BY-SA 4.0

Springerbach

Der Springerbach ist ein gut zwei Kilometer langer Bach im Sandstein-Spessart, der westlich von Miltenberg entspringt und südöstlich von Kleinheubach von links in den Main mündet. Auf seinem kurzen Weg durch Streuobstwiesen und Obstplantagen passiert er bekannte Orte wie die Heunensäulen, die römischen Limes-Spuren und den Park von Schloss Löwenstein.

Der Springerbach ist ein kleiner, gut zwei Kilometer langer Bach im bayerischen Sandstein-Spessart. Er entspringt westlich von Miltenberg und fließt als linker Zufluss dem Main zu.

Auf einen Blick

Länge
rund 2,1 Kilometer
Quelle
westlich von Miltenberg-West, auf etwa 170 m Höhe im Naturpark Bayerischer Odenwald
Mündung
von links in den Main, südöstlich von Kleinheubach (etwa 123 m Höhe)
Höhenunterschied
rund 47 Meter zwischen Quelle und Mündung
Einzugsgebiet
etwa 1,86 Quadratkilometer im Wertheim-Miltenberger Maintal
Lage
Landkreis Miltenberg, Unterfranken

Das kannst du hier erleben

Quelle und Umgebung

Die Quelle des Springerbachs liegt in einem Landschaftsschutzgebiet am Osthang des bewaldeten Hainebergs, gut einen halben Kilometer westlich des Miltenberger Stadtviertels Miltenberg-West. Der Hang wird überwiegend als Wiese genutzt; rund um den Quellaustritt liegen eine kleine Streuobstwiese und eine Obstplantage. Nur wenige Hundert Meter entfernt stehen an demselben Hang die Heunensäulen – unvollendete Sandsteinstützen, die einst für den Wiederaufbau des Mainzer Doms bestimmt waren und heute ein beliebtes Ausflugsziel sind. Nördlich liegt die Marktgemeinde Kleinheubach, südlich das zu Miltenberg gehörende Kirchdorf Breitendiel.

© Karsten Ratzke · CC0

Verlauf durch Wiesen, Obstgärten und Geschichte

Zunächst zieht der Bach nach Nordosten durch offenes Wiesen- und Obstbaumland; sein schmaler Lauf ist streckenweise fast vollständig von Weiden, Haseln und dichtem Unterwuchs überwachsen. Er unterquert einen Radwanderweg und die Bundesstraße B 469 und begleitet dann den Nordrand von Miltenberg-West, wo die eingleisige „Madonnenlandbahn“ (Bahnstrecke Seckach–Miltenberg) verläuft. In diesem Abschnitt streift der Springerbach die Spuren der Römerzeit: In der Nähe lagen einst ein Kastellvicus und ein Kastellbad, und nur rund 200 Meter entfernt befand sich das Kastell Miltenberg-Altstadt, ein Kohortenkastell am Mainlimes und am nördlichen Beginn des Vorderen Limes. Ein Waldweg in der Nähe gehört zum unterfränkischen Limesweg, und am Main verläuft der Main-Radweg – der Bachlauf lässt sich also gut mit einer Rad- oder Wandertour verbinden.

Zur Mündung: Staustufe und Schlosspark

Kurz vor dem Main knickt der Bach oberhalb der Staustufe Heubach ab und läuft ein Stück begradigt und mit Steinen eingefasst parallel zum Fluss. Die Staustufe wurde zwischen 1929 und 1932 gebaut und umfasst eine große Kammerschleuse, eine eigene Bootsschleuse, ein Wehr und ein Wasserkraftwerk. Anschließend beschreibt der Springerbach einen weiten Bogen durch den südlichen Teil des Parks von Schloss Löwenstein, das zwischen 1721 und 1732 errichtet wurde. Hier durchzieht er eine parkartige Fläche mit Rasen, Wegen und einem artenreichen Gehölzsaum aus Kastanien, Ahorn, Linden, Platanen und Buchen, ehe er südöstlich von Kleinheubach in den Main mündet – nur wenige Hundert Meter oberhalb der Heubachbrücke, die Großheubach mit Kleinheubach verbindet.

Karte

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Quellen & Links

  • Wikipedia (abgerufen 2026-07-18, rev 258626672)

Automatisch erstellt, zuletzt geprüft: 2026-07-18

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