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Stadtporträt

Kempen – Mittelzentrum am Niederrhein

Kempen liegt am Niederrhein im Westen Nordrhein-Westfalens auf der lössbedeckten Kempener Platte und gliedert sich in die Kernstadt sowie die Stadtteile Schmalbroich, St. Hubert und Tönisberg.

Auf einen Blick

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Einwohner
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Fläche
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Einw. je km²
Am Niederrhein, West-NRW
Lage
Kreis Viersen (Bez. Düsseldorf)
Verwaltungszugehörigkeit
Rhein-Ruhr, Mittelzentrum
Metropolregion
Kempener Platte (Löss)
Naturraum
Schmalbroich, St. Hubert, Tönisberg
Stadtteile

Geschichte

Um 890 als „Campunni" erwähnt, entwickelte sich Kempen von einer bäuerlichen Siedlung am Herrenhof des Kölner Erzbischofs zur Stadt und war über 150 Jahre Kreissitz.

Das Gebiet von Kempen wurde um 890 in den Heberegistern der Benediktinerabtei Werden als „Campunni" genannt. Ab der Jahrtausendwende entstand um einen Herrenhof des Kölner Erzbischofs eine bäuerliche Siedlung; die älteste erhaltene Urkunde datiert von 1186. Im 13. Jahrhundert erhielt Kempen Stadtrecht, 1372 folgte das Marktrecht, und zwischen 1396 und 1400 wurde die kurkölnische Burg errichtet. Im Spätmittelalter lebten etwa 2000 Menschen in der Stadt, darunter der Mystiker Thomas von Kempen (ca. 1380–1471). In der Reformationszeit bestand hier auch eine Täufergemeinde.

Ab dem 16. Jahrhundert setzte ein Niedergang ein: 1579 forderte die Pest fast die Hälfte der Einwohner, und 1642 wurde Kempen im Dreißigjährigen Krieg nach der Schlacht auf der Kempener Heide von hessischen Truppen belagert und besetzt. 1794 annektierten französische Revolutionstruppen das linke Rheinufer; 1798 wurde Kempen Hauptort des Canton Kempen im Département de la Roer. Auf dem Wiener Kongress fiel das Rheinland weitgehend an Preußen, und 1816 wurde Kempen Sitz des Kreises Kempen, unter anderem gestützt durch die Bahnlinie Krefeld–Kleve. Am 7. Februar 1859 erhielt die Stadt die Rheinische Städteordnung.

Nach dem Ersten Weltkrieg besetzten belgische Truppen die Stadt; 1929 wurde der Kreis zum Kreis Kempen-Krefeld umstrukturiert. Während der NS-Zeit wurde in der Reichspogromnacht die Synagoge in der Umstraße in Brand gesetzt, und am 10. Dezember 1941 wurden 124 Juden aus dem Kreisgebiet in das Ghetto Riga deportiert. Zwischen 1943 und 1945 erlitt Kempen mehrere Bombenangriffe; bei einem Luftangriff am 10. Februar 1945 starben 90 Menschen, am 3. März rückten US-Truppen ein.

Ab 1966 wurde die Altstadt saniert. Zum 1. Januar 1970 kamen Schmalbroich, St. Hubert und Tönisberg zu Kempen; Hüls gehörte von 1970 bis 1974 dazu, bevor es nach Krefeld umgegliedert wurde. Mit der Kreisreform verlor Kempen am 1. Januar 1975 den Kreissitz an Viersen, 1994 wurde das 700-jährige Stadtjubiläum begangen. In Tönisberg steht der 1959 abgeteufte Schacht 4 der ehemaligen Zeche Niederberg, dessen Fördergerüst in Kastenbauweise seit 2015 unter Denkmalschutz steht.

Lage & Geografie

Kempen liegt auf der Kempener Platte, einer flachen Mittelterrasse in der Niederrheinebene, deren Böden von einer dicken Lössschicht bedeckt sind. Der höchste Punkt ist mit 68 m ü. NHN der Wartsberg nahe Tönisberg, der tiefste mit 30 m ü. NHN das Gebiet des Baches Schwarze Rahm in der Niers-Niederung.

Kempen liegt am Niederrhein im Westen von Nordrhein-Westfalen. Die Stadt gehört als Mittlere kreisangehörige Stadt zum Kreis Viersen im Regierungsbezirk Düsseldorf und ist Teil der Metropolregion Rhein-Ruhr. Im Landesentwicklungsplan Nordrhein-Westfalens ist sie als Mittelzentrum eingestuft. In der örtlichen Mundart trägt sie den Namen „Kempe".

Der Naturraum wird von der Kempener Platte geprägt, einer Mittelterrasse innerhalb der Niederrheinebene. Die dicke Lössschicht auf dieser Terrasse begünstigt die landwirtschaftliche Nutzung der Böden. Die höchste Erhebung, der Wartsberg mit 68 m über NHN, liegt auf dem Niederrheinischen Höhenzug, einer eiszeitlichen Moräne nahe dem hügeligen Stadtteil Tönisberg. Den tiefsten Punkt bildet mit 30 m über NHN das Gebiet des Baches Schwarze Rahm in der Niederung der Niers.

Die Stadt gliedert sich in mehrere Stadtteile. Den Mittelpunkt bildet die Kernstadt Kempen, die im Oktober 2023 rund 22.002 Einwohner zählte. Etwa 2 km nordöstlich liegt St. Hubert mit 7.873 Einwohnern. Im äußersten Nordosten des Stadtgebiets befindet sich der leicht erhöht gelegene Stadtteil Tönisberg mit 3.252 Einwohnern. Schmalbroich, das 1970 nach Kempen eingemeindet wurde und die Siedlungsbereiche Wall, Klixdorf und Ziegelheide umfasst, hatte 1.850 Einwohner.

Zur Bevölkerungsstruktur liegen Angaben zur kirchlichen Zugehörigkeit vor. Im Jahr 2023 wurden in Kempen insgesamt 13.696 katholische Kirchenmitglieder gezählt, ein Jahr zuvor waren es noch 14.117. Bei statistischen Einordnungen ist zu beachten, dass die Unterscheidung zwischen „deutsch" und „nichtdeutsch" durch die Reform des Staatsangehörigkeitsrechts vom Juli 1999 ab dem Berichtsjahr 2000 beeinflusst wird. Als kleine Mittelstadt gilt dabei ein Ober- oder Mittelzentrum mit unter 50.000 Einwohnern.

Kempen ist von mehreren Kommunen aus unterschiedlichen Kreisen umgeben. Im Norden grenzt die Stadt an die Gemeinden Wachtendonk, Kerken und Rheurdt im Kreis Kleve sowie an die Stadt Neukirchen-Vluyn im Kreis Wesel. Im Osten schließt die kreisfreie Stadt Krefeld an. Im Süden und Westen liegen die ebenfalls zum Kreis Viersen gehörende Stadt Tönisvorst und die Gemeinde Grefrath. Durch diese Lage bildet Kempen einen Berührungspunkt zwischen den Kreisen Viersen, Kleve und Wesel sowie der kreisfreien Stadt Krefeld am Niederrhein.

Kultur & Sehenswürdigkeiten

Eine kurkölnische Landesburg mit drei Türmen, eine ringförmige Altstadt hinter Wall und Graben und ein Martinszug, dessen Feuerwerk von den Burgtürmen gezündet wird – Kempen verknüpft mittelalterliche Bauten mit lebendigen Traditionen.

Die von 1396 bis 1400 auf Betreiben des Kölner Erzbischofs Friedrich III. von Saarwerden errichtete kurkölnische Landesburg wurde 1634 durch den Einbau großer Fenster zum Schloss umgestaltet. Sie steht mit ihren drei Türmen in einem Park mit alten Edelkastanien und beherbergte von 1984 bis 2022 das Kreis- und Stadtarchiv; das Innere ist nicht touristisch begehbar. Den Kern der Stadt bildet die konzentrische Altstadt, die früher von einem großteils erhaltenen Wall und Graben umschlossen war; Straßennamen mit den Endungen „-wall“ und „-graben“ verweisen darauf. Nach einer Neuorientierung in den 1970er Jahren wurden die Gassen mit alten Bürger- und Fachwerkhäusern weitgehend zur Fußgängerzone; auf dem Buttermarkt steht die Skulptur „Kappesbauern“.

Bei den Kirchen fiel 2026 die Entscheidung, dass zwei von drei katholischen Kirchen geschlossen werden und nur die Propsteikirche St. Marien erhalten bleibt; die Zahl der Gottesdienstbesucher sank von 2.400 pro Woche im Jahr 2000 auf 200 bis 300. St. Marien bewahrt historische Schnitzarbeiten, drei Antwerpener Retabel und Gemälde. Das ehemalige Franziskanerkloster, ursprünglich 1627 bis 1630 und in heutiger Form 1746 bis 1748 errichtet, beherbergt das Kramer-Museum, die Stadtbibliothek und das Thomas-Archiv und ist mit der 1640 fertiggestellten Paterskirche verbunden, die seit 1979 als Museum für niederrheinische Sakralkunst und als Konzertstätte dient. Die Heilig-Geist-Kapelle von 1421 wurde 2005 zu einer religiösen Buchhandlung umgewidmet.

Zur Stadtbefestigung gehören die Turmmühle von 1481, das Kuhtor von etwa 1350 im Norden und der Peterturm vom Ende des 15. Jahrhunderts im Süden. In den Stadtteilen finden sich der Wehrturm Berfes in St. Hubert, die Bockwindmühle in Tönisberg sowie die Rittersitze Haus Velde und Haus Steinfunder in Schmalbroich; südlich der Stadt liegt die romanische Kapelle St. Peter.

Der St.-Martins-Zug findet seit 1884 jährlich am 10. November statt und zählt zu den größten Deutschlands: Kinder ziehen mit Fackeln und Laternen durch die Altstadt, ein Feuerwerk wird von den Burgtürmen gezündet, und jedes Kind erhält im Rathaus eine Martinstüte. Alle drei Jahre gibt es den Rosenmontagszug des Karnevalsvereins 1914 e. V., jährlich den Altstadtlauf sowie das Radsportrennen „Rund um die Burg“ am ersten Sonntag im Oktober, das 2007 wegen Dopingvorwürfen erstmals abgesagt wurde. Hinzu kommen unter anderem Weihnachtsmarkt, Handwerkermarkt, Feierabendmarkt und das mit den Internationalen Highland-Games gekoppelte Altstadtfest.

Wirtschaft & Infrastruktur

Kempen liegt südlich der A40 und ist bis auf den Westen fast vollständig von einer Umgehungsstraße umschlossen – während im Inneren der Altstadt der Verkehr weitgehend ausgelagert wurde.

Die Verkehrsanbindung Kempens stützt sich auf mehrere überörtliche Straßen. Die Bundesstraße 509 durchquert das Stadtgebiet in West-Ost-Richtung und verbindet Krefeld mit Nettetal, während die Bundesstraße 9 südlich von Tönisberg auf kurzer Strecke das Gebiet berührt. Ergänzend stellen Landes- und Kreisstraßen die Verbindung zu den Nachbargemeinden her. In weiten Teilen der Altstadt gilt eine Fußgängerzone, und ein Parkleitsystem lenkt den Autoverkehr.

Historisch gewann Kempen an wirtschaftlicher Bedeutung unter anderem durch den Anschluss an die Bahnlinie Krefeld–Kleve. Im öffentlichen Nahverkehr verkehren mehrere Buslinien überwiegend im Stundentakt in die Stadtteile und in umliegende Gemeinden. Es gilt der regionale Tarif des Verkehrsverbunds Rhein-Ruhr und damit der NRW-Tarif.

Als Mittelzentrum ist Kempen Sitz eines Amtsgerichts und eines Finanzamts. Die Stiftung Hospital zum Heiligen Geist verwaltet zwei Altenheime. Am westlichen Stadtrand liegt das Freizeitbad aqua-sol. Am Marktplatz befindet sich ein Kino mit vier Sälen, die Kempener Lichtspiele. In den Räumen des ehemaligen Franziskanerklosters ist die Stadtbibliothek untergebracht, die angrenzende Paterskirche dient als Konzertraum.

Landwirtschaft prägt das Umland, da die den Boden bedeckende Lössschicht der Kempener Platte den Ackerbau begünstigt. Als Standortfaktor für Bildung und Wirtschaft ist das Technologiezentrum Niederrhein zu nennen, in dem die deutsche Niederlassung der niederländischen Hochschule Fontys mit Master-Modulen, Kursangeboten und Forschungsprojekten angesiedelt ist; Kempen ist damit die einzige Stadt im Kreis Viersen mit einer Hochschulniederlassung. Hinzu kommt ein DEULA-Bildungszentrum sowie das Rhein-Maas-Berufskolleg, das mit weiteren Standorten in Nettetal und Willich zu den größeren Schulen des Kreises zählt.

Ein Schwerpunkt der Stadtentwicklung war die Sanierung der Altstadt zwischen 1969 und 1994. Stadt, Land, Bund sowie private Investoren brachten über 220 Millionen DM auf. Innerhalb der alten Stadtmauern wurden Fachwerk- und Patrizierhäuser restauriert und der Kraftfahrzeugverkehr weitgehend ausgelagert. Von dem rund 190.000 m² großen sanierten Rundling sind heute fast 80 Prozent Fußgängern und Radfahrern vorbehalten. Vor den Toren der Altstadt wurde der Gürtel der einstigen Wall- und Grabenanlagen freigelegt und in eine Grünanlage umgewandelt, wodurch der mittelalterliche Stadtkern sein geschlossenes Erscheinungsbild zurückerhielt. 1989 wurde Kempen in die Arbeitsgemeinschaft Historische Stadtkerne in Nordrhein-Westfalen aufgenommen.

Im Stadtteil Tönisberg steht der 1959 abgeteufte Schacht 4 der ehemaligen Zeche Niederberg, der zuletzt als Bewetterungs- und Materialschacht diente. Das Fördergerüst steht seit 2015 unter Denkmalschutz und ist das letzte in Kastenbauweise ausgeführte Gerüst in Nordrhein-Westfalen.

Politik

Seit 2020 stellt in Kempen erstmals seit dem Zweiten Weltkrieg nicht die CDU den Bürgermeister — der parteilose Christoph Dellmanns wurde 2025 im Amt bestätigt.

Die Verwaltungsspitze war in Kempen von 1945 bis 1999 nach der Norddeutschen Ratsverfassung zweigeteilt: Der Bürgermeister übte sein Amt ehrenamtlich aus, während ein Stadtdirektor die hauptamtliche Verwaltung leitete. Zu den Stadtdirektoren zählten unter anderem August Färvers (1945–1947), der langjährig amtierende Klaus Hülshoff (1960–1990), der Ehrenbürger der Stadt wurde, sowie Karl Hensel (1990–1999). Mit dem Übergang zur eingleisigen Verwaltungsspitze 1999 wurde der bisherige Stadtdirektor Hensel zum hauptamtlichen Bürgermeister.

Über Jahrzehnte prägte die CDU das Bürgermeisteramt. Nach Hensel (1999–2009) führte Volker Rübo (CDU) die Stadt von 2009 bis 2020. Bei der Ratswahl 2014 erreichte die CDU 45,99 Prozent, gefolgt von der SPD mit 24,62 Prozent, den Grünen mit 13,30 Prozent und der FDP mit 6,46 Prozent; die Freien Wähler Kempen kamen auf 5,24 Prozent, die Linke auf 3,46 Prozent und die NPD auf 0,94 Prozent. Die Wahlbeteiligung lag bei 56,51 Prozent. Rübo wurde damals mit 50,85 Prozent im Amt bestätigt, die Zahl der Ratssitze stieg von 40 auf 44.

Einen Einschnitt brachte die Kommunalwahl 2020. Die CDU verlor auf 39,47 Prozent, während die Grünen auf 22,45 Prozent zulegten. Die SPD kam auf 18,12 Prozent, die FDP auf 8,46 Prozent, die Freien Wähler auf 3,84 Prozent, die erstmals angetretene ÖDP-BIKK auf 3,03 Prozent, die Linke auf 2,14 Prozent und die AfD mit 328 Stimmen auf 1,93 Prozent; sie zog ebenso wie die ÖDP-BIKK mit einem Sitz in den Rat ein. Die Zahl der Sitze wurde auf 50 erhöht. In der Stichwahl setzte sich Christoph Dellmanns, von Grünen und SPD vorgeschlagen, mit 51,34 Prozent gegen Philipp Kraft (CDU, 48,66 Prozent) durch. Bei der Ratswahl am 14. September 2025 wurde Dellmanns mit 89,03 Prozent der gültigen Stimmen im Amt bestätigt.

Kempen unterhält vier Städtepartnerschaften: mit Wambrechies im Département Nord (seit 1972) und Orsay im Département Essonne (seit 1973) in Frankreich, mit dem East Cambridgeshire District rund um Ely im Vereinigten Königreich (seit 1978) sowie mit Werdau in Deutschland (seit 1990). Zusätzlich bestehen freundschaftliche Verbindungen zur Gemeinde Minheim an der Mosel.

Das Stadtwappen zeigt ein durchgehendes schwarzes Balkenkreuz sowie ein Paar blauer Schlüssel, einen goldenen zunehmenden Halbmond und einen sechsstrahligen goldenen Stern. Bereits das älteste Stadtsiegel von 1305 führte Mondsichel, Stern und zwei Schlüssel; als Wappen erscheint das Motiv erstmals 1486. Das Kreuz verweist auf die Landesherrschaft des Kölner Erzbischofs und Kurfürsten, die Schlüssel auf den heiligen Petrus, Mond und Sichel auf Maria als Schutzpatronin der Pfarrkirche. Das Banner ist längsgestreift in Blau und Rot im Verhältnis 1:1 mit dem Wappenschild oberhalb der Mitte.

Kempen in Zahlen

Demografie, Flächennutzung und Politik — aus offiziellen offenen Daten.

Bevölkerungspyramide
1.800
75+
2.480
2.218
65–74
2.452
1.480
60–64
1.698
2.420
50–59
2.852
1.881
40–49
1.869
2.006
30–39
1.838
1.701
20–29
1.338
797
15–19
813
2.074
0–14
2.388
MännlichWeiblich

Kempen: Alter nach Geschlecht (Stand 31.12.2024).

Quelle: Regionalstatistik (Alter × Geschlecht) · Tab. 12411-02-03-5

Kempen im Vergleich

Kempen gegenüber den Gemeinden im Kreis Viersen oder den umliegenden Nachbarstädten — oben umschalten. Gebiete anhaken — ihre Werte erscheinen als farbige Marker auf den Balken.

Kreis ViersenNachbarstädte

Gebiete anhaken — ihre Werte erscheinen als farbige Marker auf den Balken.

Struktur

Einwohner34.105 · Rang 4/9
Fläche68,8 km² · Rang 3/9
Bevölkerungsdichte496 /km² · Rang 5/9

Quelle: Regionalstatistik (Bevölkerung, Fläche, Alter)

Flächennutzung (2015)

Landwirtschaft63,5 % · Rang 2/9
Wald9,1 % · Rang 7/9
Siedlung & Verkehr24,3 % · Rang 6/9
Wasser2,8 % · Rang 2/9

Quelle: Regionalstatistik · Tab. 33111-01-01-5

Wirtschaft

Beschäftigte am Arbeitsort14.133 · Rang 3/9
Beschäftigte ausländisch16,3 % · Rang 6/9

Quelle: Regionalstatistik · Beschäftigte (Tab. 13111-01-03-5)

Bildung & Familie (je 10.000 Einw.)

Schulen4,4 · Rang 2/9
Kindergärten5,3 · Rang 8/9
Spielplätze14,7 · Rang 7/9

Quelle: OpenStreetMap · Karte der Einrichtungen

Gesundheit & Versorgung (je 10.000 Einw.)

Arztpraxen6,5 · Rang 2/9
Apotheken2,1 · Rang 3/9
Supermärkte3,8 · Rang 4/9

Quelle: OpenStreetMap · Karte der Einrichtungen

Sport & Freizeit (je 10.000 Einw.)

Sportplätze38,1 · Rang 3/9
Gastronomie17,6 · Rang 2/9

Quelle: OpenStreetMap · Karte der Einrichtungen

Gebiete anhaken — ihre Werte erscheinen als farbige Marker auf den Balken.

Politische Stimmung (Bundestagswahl 23.02.2025)

CDU34,9 % · Rang 5/9
SPD19,4 % · Rang 1/9
FDP5,6 % · Rang 2/9
AfD14,2 % · Rang 8/9
GRÜNE13,3 % · Rang 1/9
Die Linke5,6 % · Rang 7/9

Quelle: Die Bundeswahlleiterin · Wahlbezirksergebnisse BTW 2025

Geschichte in Kürze

  1. um 890
    Erste Erwähnung des Gebiets als „Campunni“ in Heberegistern der Abtei Werden
  2. 1186
    Älteste erhaltene Urkunde Kempens datiert
  3. 1372
    Kempen erhält das wirtschaftlich bedeutende Marktrecht
  4. 1579
    Pest erreicht Kempen, fast die Hälfte der Einwohner stirbt
  5. 1642
    Kempen wird im Dreißigjährigen Krieg von hessischen Truppen belagert und besetzt
  6. 1859
    Kempen erhält die Rheinische Städteordnung, Bürgermeisterei wird aufgeteilt
  7. 1945
    US-Truppen rücken nach Bombenangriffen in Kempen ein
  8. 1975
    Kempen verliert nach über 150 Jahren den Kreissitz an Viersen

Wusstest du?

1579 erreichte die Pest Kempen und tötete fast die Hälfte der damaligen Einwohner.

Der Kempener St.-Martins-Zug findet seit 1884 jährlich statt und zählt zu den größten Deutschlands.

In Tönisberg steht ein denkmalgeschütztes Fördergerüst einer ehemaligen Zeche, obwohl dort nie tatsächlich Kohle gefördert wurde – ein Umstand, der das Antragsverfahren umstritten machte.

Nach mehr als 150 Jahren verlor Kempen 1975 im Zuge der Kreisreform seinen Status als Kreissitz an Viersen.

Am 10. Dezember 1941 wurden 124 Juden aus dem Kreisgebiet in Kempen in Güterwaggons verladen und in das Ghetto Riga deportiert.

Der Rosenmontagszug in Kempen findet nur alle drei Jahre statt, organisiert vom Karnevalsverein von 1914.

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Quellen & Links

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