Ein Gedenkhäuschen aus Feldbacksteinen an der Kurve der B9 in Kempen-Tönisberg erinnert mit einem Keramikrelief an den Vertrag von Vinnbrück von 1284 – ein mittelalterliches Bündnis, das vier Jahre später in der Schlacht von Worringen nachwirkte.
Ein Mahnmal an der Umstraße erinnert an die jüdische Gemeinde Kempens und an ihre in der Zeit von 1933 bis 1945 vertriebenen und ermordeten Mitglieder. Es steht nahe dem Ort der Synagoge, die in der Reichspogromnacht 1938 zerstört wurde.
Am Standort der früheren Bahnstation St. Hubert erinnert eine Gedenktafel an die einstige Kleinbahn „Schluff" – heute ein historischer Erinnerungsort am Niederrhein.
Bei Hinterorbroich im Kempener Ortsteil St. Hubert hat sich ein Teilstück einer mittelalterlichen Landwehr aus der Zeit um 1350 erhalten – ein als Bodendenkmal geschützter Rest der einstigen Grenzbefestigung des kurkölnischen Amts Kempen.
Reste einer mittelalterlichen Schanzenanlage an der alten Grenze zwischen Erzstift Köln und Grafschaft Geldern, Schauplatz des Vertrags von Vinnbrück (1284).
Über das gesamte Stadtgebiet verteilt erinnern kleine Messingtafeln im Pflaster an Kempener Bürgerinnen und Bürger, die während der NS-Zeit verfolgt und ermordet wurden. Sie sind Teil des europaweiten Gedenkprojekts von Gunter Demnig.