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© Островский Александр, Киев · CC BY-SA 3.0

Thomas von Kempen

Denkmal für den Augustiner-Chorherrn und Verfasser der „Nachfolge Christi“, als Sitzfigur mit seinem Hauptwerk in der Hand, seit 1901.

Das Denkmal erinnert an Thomas von Kempen, einen Augustiner-Chorherrn, Mystiker und geistlichen Schriftsteller des 15. Jahrhunderts, der um 1380 in Kempen geboren wurde.

Auf einen Blick

Art
Denkmal, Sitzfigur aus Stein
Errichtet
1901
Künstler
Lambert Piedboeuf
Material
zweistufiger Sockel aus Fichtelgebirgsgranit, achteckige Einfassung aus Basaltlava, Postament aus Marmor
Denkmalschutz
eingetragen unter der Referenz A_00116
Bezug
Thomas von Kempen, geboren um 1380 in Kempen

Das Denkmal

Die Figur zeigt Thomas von Kempen sitzend, mit einem reich gefalteten Ordensgewand, einem Gelehrtenumhang und einer Kappe. In der linken Hand hält er sein Hauptwerk „Nachfolge Christi“. Der Aufbau kombiniert mehrere Steinarten: einen zweistufigen Granitsockel, eine achteckige Einfassung aus Basaltlava und ein Postament aus Marmor.

Leben

Thomas Hemerken war der jüngere von zwei Söhnen der Familie Hemerken. Nach der Lateinschule in Kempen zog er 1393 nach Deventer, wo er sieben Jahre die Stadtschule besuchte. 1399 wechselte er in das Kloster Agnetenberg bei Zwolle, wo sein Bruder Prior war. Dort lebte er 72 Jahre bis zu seinem Tod am 25. Juli 1471. Er wurde 1413 zum Priester geweiht und wirkte lange als Novizenmeister.

Werk

Aus seiner Arbeit mit den Novizen gingen mehrere Schriften hervor. Die vierteilige „Nachfolge Christi“ (De imitatione Christi) wurde davon stark beeinflusst; nach der Bibel war sie lange das am weitesten verbreitete Buch. Daneben verfasste Thomas eine Lebensbeschreibung Gerard Grootes, eine Chronik des Klosters Agnetenberg sowie Dichtungen und Hymnen. Fünfmal schrieb er die Bibel ab.

Nachwirkung

Thomas von Kempen wird von Katholiken wie von reformatorischen Gläubigen verehrt. Der Evangelische Namenkalender erinnert am 25. Juli an ihn, und er gilt als Schutzpatron von Kempen. Seine Gebeine wurden 1672 gehoben und ruhen in einem Schrein, der 2006 in die Basilika Unserer Lieben Frau in Zwolle überführt wurde.

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Automatisch erstellt, zuletzt geprüft: 2026-07-07

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