Heunesäule
An der Uferpromenade steht eine der letzten Heunesäulen – eine tonnenschwere Sandstein-Rundstütze, die im 11. Jahrhundert bei Miltenberg für den Mainzer Dom gehauen, aber nie verbaut wurde.
An der Uferpromenade von Miltenberg liegt eine Heunesäule – eine mächtige Rundstütze aus Sandstein, die vor fast tausend Jahren für den Wiederaufbau des Mainzer Doms vorgefertigt, dann aber nie gebraucht wurde.
Quelle: Wikipedia
Auf einen Blick
- Art
- Rundstütze (Monolith) aus Sandstein
- Entstehung
- wahrscheinlich 11. Jahrhundert
- Herkunft
- Steinbruch am Bullauer Berg bei Miltenberg
- Ursprünglicher Zweck
- Stütze für den Wiederaufbau des 1009 abgebrannten Willigisdoms zu Mainz
- Standort
- Uferpromenade in Miltenberg (Bayern)
- Erhaltene Exemplare
- einst wohl 42, im 18. Jahrhundert noch 14, um 1960 noch acht bekannt
Ein Bauteil, das nie zum Einsatz kam
1009 brannte der von Erzbischof Willigis errichtete Dom zu Mainz ab. Noch bevor der Auftrag für den Wiederaufbau vergeben war, wurden im 11. Jahrhundert aus vorauseilender Geschäftstüchtigkeit in einem Steinbruch am Bullauer Berg bei Miltenberg bereits Rundstützen fertiggestellt. Der Bauherr entschied sich jedoch für andere Stützen, sodass die vorgefertigten Säulen nie benötigt wurden.
Von einst 42 auf eine Handvoll
Der Überlieferung nach soll es einmal 42 dieser Säulen gegeben haben. Im 18. Jahrhundert waren noch 14 bekannt, um 1960 nur noch acht. Die heute erhaltenen Exemplare verteilen sich auf mehrere Orte.
Die Miltenberger Säule
Eines dieser Stücke ist in Miltenberg selbst geblieben und steht an der Uferpromenade der bayerischen Stadt – damit unweit der Gegend, in der die Säulen einst aus dem Fels gebrochen wurden.
Wo die übrigen Säulen stehen
Die bekannteste Heunesäule steht als Denkmal auf dem Markt in Mainz: Zum 1000-jährigen Dombaujubiläum 1975 stiftete die Stadt Miltenberg sie der Domstadt. Sie wiegt 16 Tonnen, ist 6,40 Meter hoch und misst 1,20 Meter im Durchmesser; der Pfälzer Bildhauer Gernot Rumpf fasste sie mit einem Bronzesockel ein, der über verschiedene Kopfbedeckungen aus der Mainzer Stadtgeschichte erzählt. Ein weiteres Exemplar kam 1879 an das Bayerische Nationalmuseum und wurde im Juni 1880 mit der Bahn nach München transportiert – ein aufwendiges Unterfangen; seit 1975 steht der 749 Zentimeter hohe und 14,5 Tonnen schwere Monolith mit einem mittleren Durchmesser von 105 Zentimetern vor der Archäologischen Staatssammlung. Eine dritte Säule gelangte am 31. Mai 1880 per Bahn nach Nürnberg ins Germanische Nationalmuseum; sie ist 7,61 Meter lang, hat rund einen Meter Durchmesser und wiegt etwa 14,45 Tonnen. Um 1972 wurde sie an ihren heutigen Standort versetzt.
Karte
Blaue Punkte: andere Orte in der Nähe – zum Stöbern antippen.
Das könnte dich auch interessieren – themenverwandt oder in der Nähe
Kommentare
- Lade Kommentare…
Quellen & Links
- openstreetmap.org (abgerufen 2026-07-13)
- Wikipedia (abgerufen 2026-07-14)
Automatisch erstellt, zuletzt geprüft: 2026-07-14
Wie diese Seite entsteht
Diese Seite stützt sich auf offene Quellen — Wikipedia, Wikidata, offizielle Webseiten und offene Daten der Stadt. Jede Angabe wird gegen die hier verlinkten Quellen geprüft, und die Seiten werden regelmäßig aktualisiert.
Trotzdem einen Fehler entdeckt? Sag uns unten Bescheid — wir lesen jede Einsendung.




