Ringwall Greinberg
Keltische Wallanlage hoch über dem Main- und Mudtal, in der die Römer später in zwei Tempeln den Gott Merkur verehrten.
Auf rund 430 m Höhe umgibt der Ringwall Greinberg als vorgeschichtliches keltisches Überbleibsel den Gipfel des 452 m messenden Greinbergs. Vom Standort trennen 1100 Meter die Stadtpfarrkirche von Miltenberg im bayerischen Landkreis Miltenberg.
Auf einen Blick
- Art
- Überreste einer keltischen Ringwallanlage, geführt als Bodendenkmal
- Lage
- oberhalb des Main- und Mudtals, 1100 m südwestlich der Stadtpfarrkirche von Miltenberg
- Höhe
- Wall bei etwa 430 m, Bergspitze des Greinbergs bei 452 m
- Ausdehnung
- innerer Wall mit etwa 1 km Umfang fasst 8,1 ha ein, der äußere belegt 15,5 ha
- Frühere Namen
- Ringwall Monbrunn, Römerschanze
- Besonderheit
- ein römisches Merkurheiligtum liegt im Inneren der Anlage
Geschichte
Die Bewohner der Eisenzeit legten die Befestigung auf dem verkehrsgünstig platzierten Greinberg an. Ihre Ursprünge werden bereits der Urnenfelderzeit zugeschrieben, während man sie in der Hallstatt- und Latènezeit weiterhin verwendete und erweiterte. Das Bodendenkmal umfasst Fundstücke, die von der Bronzezeit bis in die Völkerwanderungszeit reichen.
Anlage und Wälle
Oval geformt erstreckt sich der Wall über den Bergrücken in Richtung Nordwesten. Östlich schmiegt sich an den gut erkennbaren äußeren Wall ein stärker abgetragener innerer. Am südlichen Kammzugang zieht sich vor dem dort mächtigeren Wall ein Graben entlang; nach außen ragt der Wall über 4 m, nach innen etwa 2,50 m auf. Ein fast gerader Abschnittswall von 148 m Länge blieb im Südwesten bestehen. Wo genau sich Tore befanden, lässt sich nicht sicher bestimmen.
Römische Zeit
Durch die Vorverlegung des Odenwaldlimes und die Errichtung des nassen Mainlimes fiel die Gegend unter römische Herrschaft. In zwei Tempeln – nördlich und innerhalb der keltischen Anlage – widmeten sich die Römer der Verehrung des Merkur; mittig deuten sich noch die rechteckigen Konturen des größeren an. Unterhalb des Greinbergs im Südwesten ließ sich eine römische Straßenstation belegen. Die Fundstücke bewahrt das Museum Stadt Miltenberg auf.
Wissenswertes
Rund 150 m südlich der Wallanlage kam der sogenannte Toutonenstein zum Vorschein. Den Fundort kennzeichnet inzwischen eine Infotafel.
Galerie
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Öffnungszeiten
So: 00:00–24:00
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Quellen & Links
- Offizielle Website
- Offizielle Website (abgerufen 2026-07-18)
- Wikidata (abgerufen 2026-07-13)
- Wikipedia (abgerufen 2026-07-13, rev 259804753)
Automatisch erstellt, zuletzt geprüft: 2026-07-13
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