Zum Inhalt springen
stuff to do in.Kempen
© OpenStreetMap-Mitwirkende · CC BY-SA 2.0

Landwehr

Bei Hinterorbroich im Kempener Ortsteil St. Hubert hat sich ein Teilstück einer mittelalterlichen Landwehr aus der Zeit um 1350 erhalten – ein als Bodendenkmal geschützter Rest der einstigen Grenzbefestigung des kurkölnischen Amts Kempen.

Nördlich von Hinterorbroich im Ortsteil St. Hubert liegt ein unscheinbares, aber geschichtsträchtiges Bodendenkmal: das letzte erhaltene Teilstück der einstigen Landwehr, die um 1350 als Grenzbefestigung angelegt wurde. Im Gelände lässt sich die alte Wall-und-Graben-Struktur noch erkennen.

Auf einen Blick

Was
Teilstück einer mittelalterlichen Landwehr (Grenzbefestigung)
Bauzeit
um 1350
Lage
Nähe Hinterorbroich, Ortsteil St. Hubert, 47906 Kempen
Status
Amtliches Bodendenkmal der Stadt Kempen (Nr. 5, Teil B der Denkmalliste)
Denkmalschutz seit
6. Oktober 1992
Erhalten
nur ein kleines Stück; der übrige Verlauf ist eingeebnet

Geschichte

Die Landwehr markierte einst die nördliche Grenze des kurkölnischen Amts Kempen. Sie zog sich von den Eschel-Sümpfen im Westen bis nach Orbroich im Osten. Im Lauf der Jahrhunderte wurde der weitaus größte Teil der Anlage eingeebnet – nur bei Hinterorbroich blieb ein kurzes Stück im Boden erhalten und steht heute unter Denkmalschutz.

Bauweise und Zweck

Landwehren waren typische Grenzbefestigungen des Mittelalters: ein System aus mehreren Gräben und Wällen, oft drei Gräben und zwei Wälle, wobei der mittlere Graben ursprünglich etwa zwei Meter tief war. Auf den Wällen wuchsen dicht gestutzte Buchenhecken, die für Reiter kaum zu durchdringen waren. Die Anlage grenzte nicht nur Territorien voneinander ab, sondern lenkte Reisende und Fuhrwerke gezielt zu bewachten Schlagbäumen und Zollstellen. Zugleich schützte sie die Felder vor Räubern und verhinderte, dass Vieh auf fremde Äcker gelangte.

Karte

Blaue Punkte: andere Orte in der Nähe – zum Stöbern antippen.

Das könnte dich auch interessieren – themenverwandt oder in der Nähe

Schanze "An der Vinnbrück"

Reste einer mittelalterlichen Schanzenanlage an der alten Grenze zwischen Erzstift Köln und Grafschaft Geldern, Schauplatz des Vertrags von Vinnbrück (1284).

Ehemalige Burganlage Haus Padenberg

Reste eines mittelalterlichen Rittersitzes bei Tönisberg, noch heute von einem wassergefüllten Graben umgeben.

1,0 km

Kapelle in Tönisberg (Cobbers-Heiligenhäuschen)

4,7(6)· Google

Kleine Kapelle des 18. Jahrhunderts an einer alten Wegkreuzung – mit geschiefertem Glockentürmchen und gemauertem Altartisch.

Kommentare

  • Lade Kommentare…

Quellen & Links

Automatisch erstellt, zuletzt geprüft: 2026-07-11

Wie diese Seite entsteht

Diese Seite stützt sich auf offene Quellen — Wikipedia, Wikidata, offizielle Webseiten und offene Daten der Stadt. Jede Angabe wird gegen die hier verlinkten Quellen geprüft, und die Seiten werden regelmäßig aktualisiert.

Trotzdem einen Fehler entdeckt? Sag uns unten Bescheid — wir lesen jede Einsendung.

Fehlt etwas oder stimmt etwas nicht?

Hilf mit, die Seite besser zu machen — schlag eine Änderung oder einen neuen Ort vor.