Arnold-Janssen-Kapelle
Kleine Kapelle auf dem Areal des Von-Broichhausen-Stifts in Kempen, die einen denkmalgeschützten Backsteingiebel des 19. Jahrhunderts mit einem Andachtsraum von 1995 zu Ehren des heiligen Arnold Janssen verbindet.
Auf dem Areal des Von-Broichhausen-Stifts an der Mülhauser Straße in Kempen steht eine kleine Kapelle, die an einen bedeutenden Missionar erinnert. Sie verbindet einen denkmalgeschützten Backsteingiebel des 19. Jahrhunderts mit einem modernen Andachtsraum von 1995.
Auf einen Blick
- Lage
- Areal des Von-Broichhausen-Stifts, Mülhauser Straße, auf dem Gelände des ehemaligen Ursulinenklosters
- Errichtet
- 1995 vom Kempener Bauunternehmen Jakob Heckmann (Leitung: Hans Heckmann), gestiftet von der Baugesellschaft
- Auf Betreiben von
- Harald Jansen, damaliger Verwaltungs-Chef
- Entwurf
- Düsseldorfer Architekt Horst Tenten
- Benannt nach
- Arnold Janssen (1837–1909), Steyler Missionar und Heiliger
- Denkmal
- geschwungener Backsteingiebel zur Mülhauser Straße, letzter Rest der alten Leichenhalle (Denkmal-Nr. 170)
- Ausstattung
- Büste Arnold Janssens von der Tochter des Architekten
- Funktion
- Ort der Ruhe, Andacht und Kontemplation für das Stift
Wer war Arnold Janssen
Arnold Janssen wurde 1837 in Goch geboren und starb 1909 in Steyl. Er gründete das Steyler Missionswerk, die Gesellschaft des Göttlichen Wortes. In seinen Kempener Jahren von 1873 bis 1875 wirkte er als Rektor der Ursulinen, die sich in Kempen um Kranke und Schwache kümmerten, und wohnte ganz in der Nähe der heutigen Kapelle. Am 5. Oktober 2003 wurde er von Papst Johannes Paul II. heiliggesprochen. Zu seiner Ehre und zum Gedenken an sein Werk entstand die Kapelle — die Idee dazu stammte vom damaligen Propst Dr. Josef Reuter.
Bau der Kapelle 1995
Das Andachts-Ensemble wurde 1995 vom Kempener Bauunternehmen Jakob Heckmann unter Leitung von Hans Heckmann errichtet und von der Baugesellschaft gestiftet; angestoßen hatte das Projekt der damalige Verwaltungs-Chef Harald Jansen. Den Entwurf lieferte der Düsseldorfer Architekt Horst Tenten. Im Inneren steht eine Büste Arnold Janssens, die die Tochter des Architekten schuf. Heute dient die Kapelle Bewohnern, Mitarbeitern und Angehörigen des Stifts als Ort der Ruhe, Andacht und Kontemplation — auch im Zusammenhang mit dem dortigen Demenzgarten.
Die alte Leichenhalle
Der geschwungene Backsteingiebel zur Mülhauser Straße steht unter Denkmalschutz und ist der letzte erhaltene Rest der früheren Totenhalle des alten Ursulinenklosters. In der amtlichen Denkmalliste ist die Fassade als „Front der alten Leichenhalle" unter der Denkmal-Nr. 170 geführt (Bauzeit 1868–69, Eintragung am 1. Oktober 1991): eine Backstein-Eingangspforte mit geschweiftem Giebel und Türgewände. Mit ihr bleibt ein Hinweis auf das Anfang der 1920er Jahre umgebaute und inzwischen abgebrochene Ursulinenkloster erhalten. Der Altbau des Krankenhauses, dessen rechter Flügel das ehemalige Ursulinenkloster war, wurde 1868–1869 erbaut.
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Quellen & Links
- Offizielle Website
- Offizielle Website (abgerufen 2026-07-15)
- openstreetmap.org (abgerufen 2026-07-06)
- Wikipedia (abgerufen 2026-07-08)
Automatisch erstellt, zuletzt geprüft: 2026-07-08
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