St. Peter
Ältestes Bauwerk in Kempen und im Kreis Viersen: eine romanische Kapelle, deren Ursprünge bis um 900 zurückreichen sollen.
In Kempen im Kreis Viersen befindet sich mit St. Peter eine romanische Kapelle katholischer Konfession. Kein anderes Gebäude in Kempen und im Umfeld des heutigen Kreises Viersen reicht so weit zurück.
Quelle: Wikipedia
Auf einen Blick
- Art
- Romanische römisch-katholische Kapelle
- Lage
- Kempen, Kreis Viersen
- Baumaterial
- verputzte Tuffsteinquadern
- Ersterwähnung
- 1085 in einer Urkunde des Kölner Erzbischofs Siegwin
- Besonderheit
- ältestes Bauwerk in Kempen und im heutigen Kreis Viersen
- Denkmalschutz
- seit 1983 als Baudenkmal in Kempen gelistet
Geschichte
Mündlich weitergegeben wird eine Entstehung in karolingischer Zeit gegen das Jahr 900. Der Kunsthistoriker Paul Clemen zweifelte diese Datierung mit Blick auf das Mauerwerk an; denkbar bleibt ein Vorgänger aus Holz. Als älteste Pfarrkirche im Kempener Land verlor sie im 13. Jahrhundert ihre Pfarrrechte an die neu errichtete St. Mariae Geburt.
Architektur
Das Langhaus misst 15,90 m × 4,60 m; seine Osthälfte bildet den ältesten Teil des heutigen Baus. Um 1220 ersetzte ein gerade abgeschlossener, gewölbter Chor (4,50 m × 4,60 m) eine frühere Halbkreisapsis; ihn ziert außen allein ein Rundbogenfries. Im Süden folgt eine gotische Taufkapelle (5,80 m × 3,35 m) aus der Mitte des 14. Jahrhunderts, die sich über ein spitzbogiges Portal samt Fenster zum Langhaus hin öffnet. Über ihrem Westteil spannt sich ein Kreuzgewölbe, über dem Ostteil ein unregelmäßiges Sterngewölbe.
Umbauten und Kriegsgeschehen
Nach einem Blitzeinschlag im Jahr 1610 wurde der vordere Teil des Langhauses neu aufgeführt. Ein westlich angesetzter Gerichtsraum von 5 m × 4 m bestand von etwa 1625 bis zum Abbruch 1873. Am 2. März 1945 leisteten Fallschirmjäger der Wehrmacht mit Maschinengewehren militärisch sinnlosen Widerstand gegen anrückende US-Truppen; dabei starben mindestens vier Soldaten, rund 50 trugen Verwundungen davon.
Ausstattung
Die hölzerne Decke erhielt nach 1889 durch die Schule Friedrich Stummel eine Bemalung, die heilige Päpste abbildet. Sie gliedert sich in mehrere Bildtafeln mit jeweils drei nebeneinander liegenden Einzelbildern.
Galerie
Karte
Blaue Punkte: andere Orte in der Nähe – zum Stöbern antippen.
Das könnte dich auch interessieren – themenverwandt oder in der Nähe
Kommentare
- Lade Kommentare…
Quellen & Links
Automatisch erstellt, zuletzt geprüft: 2026-07-06
Wie diese Seite entsteht
Diese Seite stützt sich auf offene Quellen — Wikipedia, Wikidata, offizielle Webseiten und offene Daten der Stadt. Jede Angabe wird gegen die hier verlinkten Quellen geprüft, und die Seiten werden regelmäßig aktualisiert.
Trotzdem einen Fehler entdeckt? Sag uns unten Bescheid — wir lesen jede Einsendung.




