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Museum für Niederrheinische Sakralkunst

In der barocken Paterskirche in Kempen vereint das Museum für Niederrheinische Sakralkunst kostbare Goldschmiedearbeiten und spätgotische Bildschnitzkunst des Niederrheins.

Mitten im Kulturforum Franziskanerkloster zeigt das Museum für Niederrheinische Sakralkunst geistliche Kunst des Mittelalters und der frühen Neuzeit – untergebracht in der eindrucksvollen Paterskirche, die selbst zum Ausstellungsstück wird.

Geschichte und Gebäude

Die Paterskirche entstand um 1631 als Ordenskirche der Franziskaner der strengen Observanz und gilt als die größte gewölbte Hallenkirche am Niederrhein. Im 18. Jahrhundert erhielt sie ihre barocke Innenausstattung. Auf der Empore steht die 1752 von Christian Ludwig König gebaute Orgel, die im Lauf der Zeit mehrfach umgebaut und zwischen 1996 und 2000 auf Initiative des Vereins „König-Orgel in der Paterskirche e. V.“ aufwendig rekonstruiert wurde. Heute dient die Kirche zugleich als Museum und als beliebter Schauplatz regelmäßiger klassischer Konzerte.

Das Museum selbst geht auf das Jahr 1979 zurück, als die Stadt Kempen und die Propsteipfarre St. Mariä Geburt es gemeinsam ins Leben riefen. Dabei wurden zwei Bestände unter einem Dach vereint: der bewegliche Kirchenschatz der Propsteipfarre und sakrale Skulpturen aus dem Kramer-Museum.

Die Sammlung

Aus dem Besitz der Propsteipfarre stammen kostbare Gold- und Silberschmiedearbeiten für die Liturgie – darunter Kelche, Ziborien, Reliquiare, Versehgeräte und Altarleuchter. Zu den herausragenden Stücken zählen zwei Löwenkopf-Türzieher aus dem frühen 13. Jahrhundert sowie eine gotische Monstranz von 1430. Das 19. Jahrhundert ist mit Arbeiten des Kempener Goldschmieds Franz Xaver Hellner vertreten.

Aus dem Kramer-Museum kommt eine bedeutende Reihe spätgotischer Bildschnitzerei. Vertreten sind namhafte niederrheinisch-maasländische Meister wie Arnt Beeldesnider, der Kölner Meister Tilman, der Carben-Meister, der Klever Dries Holthuys, Kersten Woyers, Hendrick Douwermann aus Kalkar, Meister Jan van Steffeswert und der Meister von Elsloo – einzelne Werke als Dauerleihgaben. Der Sammlungsschwerpunkt liegt auf der flämisch-niederländischen Sakralkunst des Mittelalters.

Besuch

Das Museum ist Teil des Kulturforums Franziskanerkloster, das die beiden städtischen Museen unter gemeinsamen Öffnungszeiten führt: Mittwoch bis Sonntag von 11 bis 17 Uhr, donnerstags bis 18 Uhr; montags und dienstags geschlossen. Zusätzlich geschlossen bleibt es von Heiligabend bis einschließlich Neujahr, von Karfreitag bis einschließlich Ostermontag sowie am Pfingstmontag. Der Eintritt in die beiden städtischen Museen – das Kramer-Museum und das Museum für Niederrheinische Sakralkunst – ist frei. Adresse: Burgstraße 19–23, Kempen.

Karte

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Adresse

Burgstraße 19-23
Kempen

Öffnungszeiten

Mi: 11:00–17:00

Do: 11:00–18:00

Fr: 11:00–17:00

Sa: 11:00–17:00

So: 11:00–17:00

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Automatisch erstellt, zuletzt geprüft: 2026-07-08

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