Luise-von-Duesberg-Gymnasium Kempen
Das LvD an der Berliner Allee blickt auf eine Schulgeschichte zurück, die 1867 als Höhere Töchterschule begann – heute ist es ein Gymnasium mit starkem Musik- und MINT-Profil.
Mitten in Kempen am Niederrhein liegt das Luise-von-Duesberg-Gymnasium, kurz LvD. Seine Wurzeln reichen bis ins Jahr 1867 zurück, als in der Altstadt eine Höhere Töchterschule ihre Türen öffnete.
Auf einen Blick
- Adresse
- Berliner Allee 42, Kempen
- Gegründet
- 1867 als Höhere Töchterschule
- Heutiger Name
- seit 1980
- Standort seit
- 1966 (Erweiterungsbau 1977)
- Namenspatronin
- Luise von Duesberg (1833–1904), Ordensschwester und erste Schulleiterin
- Profil
- ausgezeichnet als MINT-freundliche Schule, ausgeprägtes Musik- und Kulturangebot
- Sprachzertifikate
- DELF und Cambridge-Examen
- Partnerschulen
- Orsay, Alicante, Tallinn, Eindhoven
Von der Töchterschule zum Gymnasium
Der Unterricht begann 1867 im Haus Engerstraße 53, ehe die von der Ursulinenkongregation von Calvarienberg in Ahrweiler getragene Schule 1869 in das Kloster an der Mülhauser Straße umzog. 1875 wurde sie aufgelöst; erst 1892 kam es durch die Genossenschaft der Schwestern Unserer Lieben Frau zu Mülhausen bei Grefrath zur Neugründung, 1909 folgte die staatliche Anerkennung. 1938 wurde aus der Privatschule eine Städtische Oberschule für Mädchen, und am 12. März desselben Jahres fand die erste Abiturprüfung statt.
Neubeginn nach dem Krieg
Im November 1944 kam der Schulbetrieb für ein Jahr zum Erliegen. Nach dem Umzug in ein neues Gebäude wurde am 15. Oktober 1945 wieder unterrichtet. 1966 bezog das inzwischen Städtische Neusprachliche Mädchengymnasium seinen heutigen Standort an der Berliner Allee 42, der 1977 einen Erweiterungsbau erhielt. Den Namen Luise-von-Duesberg-Gymnasium trägt die Schule seit 1980.
Die Namenspatronin
Luise Caroline Sophie Johanna von Duesberg kam am 10. September 1833 in Berlin als siebtes Kind des 1840 geadelten Gerhard Franz Xaver Duesberg aus Borken zur Welt. Am 28. August 1856 trat sie als Schwester Mater Hilaria in die Ursulinen-Congregation von Calvarienberg bei Ahrweiler ein, unterrichtete im Elementar- und Höheren Unterricht und leitete von 1860 bis Anfang 1867 das Noviziat. Als die Kongregation in Kempen eine Zweigniederlassung für eine Höhere Töchterschule errichtete, übernahm sie nach bestandener Befähigungsprüfung deren Leitung – von 1867 bis 1869 und erneut von 1873 bis 1875. Unter ihrer Ägide unterrichteten die Ordensschwestern auch an einer eigens eingerichteten Abendschule und an der staatlichen Elementarschule und folgten damit dem Auftrag der Ordensgründerin Angela von Merici, Mädchen zu bilden und sozial schwachen Kindern und Jugendlichen zu helfen. Nach vielen Jahren als Oberin, unter anderem in einem Kloster in Belgien, lebte sie zuletzt im Ursulinenkloster in Boppard, wo sie am 19. Dezember 1904 starb.
Musik, Kunst und MINT
Kulturelle Interessen werden am LvD gezielt gefördert, etwa über Chöre, Big Bands und Kunst-Projektkurse. Mit den United Horns gibt es eine Big Band, die JubiBand richtet sich an die Mittelstufe, dazu kommt eine Mini-Big-Band für die Klassen 5 und 6. Gesungen wird in der Voice Company und im Unterstufenchor Luise Voices. Ebenso im Fokus stehen mathematisch-naturwissenschaftliche Aktivitäten: Die Schule ist als MINT-freundliche Schule ausgezeichnet und beteiligt sich an Wettbewerben wie dem Känguru Mathematik-Wettbewerb, Jugend forscht und dem Informatik-Biber. Alle zwei Jahre steht der Technik- und Uni-Informationstag im Kalender.
Fächer und Förderkonzept
In der Oberstufe reicht das Kursangebot von den Fremdsprachen Englisch, Spanisch, Latein und Französisch bis zu Fächern wie Informatik und Psychologie. Die Mittelstufe bietet neben Sprachen unter anderem Nanotechnik, Biologie, Informatik, Wirtschaft, Wirtschaftsenglisch und Medienkunde an. Sprachzertifikate lassen sich über DELF und die Cambridge-Examen erwerben. Das breit angelegte Förderkonzept orientiert sich an den Interessen und Neigungen der Schülerinnen und Schüler und soll Lernfreude wie Selbstbewusstsein stärken.
Austausch und Veranstaltungen
Schüleraustausche führen in die Partnerstadt Orsay, zum Colegio Salesiano Don Bosco in Alicante, zum Tallinna Saksa Gümnaasium in Estland und zum Lorentz Casimir Lyceum in Eindhoven. Im Jahreslauf stehen die Konzerte der Ensembles, der Technik-Tag und das FINALE als Aufführungstag am Schuljahresende. Der Kultursplitter lief bis 2016, seit 2018 gibt es den Kulturpunkt.
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Quellen & Links
- Offizielle Website
- Wikidata (abgerufen 2026-07-16)
- Wikipedia (abgerufen 2026-07-16, rev 264534342)
- Offizielle Website (abgerufen 2026-07-16)
Automatisch erstellt, zuletzt geprüft: 2026-07-16
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