Naturschutzgebiet Bremmersbruch
Etwa 20 Hektar großes, 1990 ausgewiesenes Naturschutzgebiet östlich des Flugplatzes Grefrath-Niershorst.
Das Naturschutzgebiet Bremmersbruch erstreckt sich im Osten des Kempener Stadtgebiets und schließt an den Flugplatz Grefrath-Niershorst an. Auf gut 20 Hektar verzahnen sich hier alte Waldbestände mit feuchten Grünland- und Bruchbereichen zu einem kleinräumig gegliederten Lebensraummosaik.
Auf einen Blick
- Art
- Naturschutzgebiet (Kennung VIE-033)
- Fläche
- rund 20,60 ha
- Unterschutzstellung
- seit 1990 (Landschaftsplan rechtskräftig 1991)
- Lage
- Stadt Kempen, östlich des Flugplatzes Grefrath-Niershorst
- Kreis
- Viersen (Bezirksregierung Düsseldorf)
- Schwerpunkt
- alter Baumbestand und vernässte Senken
Flächenvergleich
Fläche im Vergleich mit anderen Kölner Parks und Grünflächen.
Lage
Das Gebiet liegt nördlich der L444 und östlich der Schleck in der Niederung. Im Norden und Westen grenzt intensiv genutztes Grünland an. Ein Wirtschaftsweg durchquert die Fläche und endet auf Höhe eines Wildackers. Innerhalb des Biotopverbunds übernimmt der Bremmersbruch die Funktion eines Trittsteins und besitzt regionale wie lokale Bedeutung.
Schutzziel & Lebensräume
Im Mittelpunkt der Ausweisung steht die hohe Habitatvielfalt, die aus dem Wechsel unterschiedlicher Waldgesellschaften, feuchter Grünlandflächen und Gräben entsteht. Erhalten und wiederhergestellt werden sollen naturnahe Waldbereiche – namentlich Eichen-Buchenwald, Erlen-Eschenwald sowie ein Relikt eines Erlen-Hasel-Niederwaldes –, unter anderem durch das Zurückdrängen nicht bodenständiger Gehölze und eine naturnahe Bewirtschaftung. Ein weiteres Anliegen ist der Fortbestand der selten gewordenen Feuchtlebensräume als Refugium für Arten frischer bis feuchter Wald- und Grünlandstandorte.
Wald und Baumbestand
Der Forst setzt sich überwiegend aus Stieleiche, Buche, Schwarz-Erle, Esche und Birke verschiedenster Altersstufen zusammen. Eichen und Buchen erreichen vielfach starkes Baumholz; einzelne Überhälter weisen Stammdurchmesser von über einem Meter auf. Im Nordosten finden sich Reste eines Buchen-Mittelwaldes aus durchgewachsenen Stockausschlägen. Als nicht heimische Anpflanzungen treten Hybrid-Pappeln, Fichten und Lärchen hinzu. Haselgebüsch wächst auf einer Parzelle „Am Kemper Weg" und ist zudem in der Krautschicht vertreten. Der alte Buchenbestand bietet als Altholz Lebensstätten für seltene und gefährdete Tierarten wie Höhlenbrüter und Fledermäuse.
Feuchtbereiche und Landschaft
Zentral liegt eine Wiesen-Brache, die zu einem kleineren Teil aus Sumpf-Segge und überwiegend aus Feuchtgrünland besteht. Nach Südwesten zieht sich der nasse Bereich als schmaler Bruchwaldstreifen fort, gesäumt von Grauweidengebüsch. Gerade diese vernässten Senken mit ihrem alten Baumbestand bilden das ökologische Herzstück des Gebiets und begründen seinen besonderen Wert.
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Quellen & Links
- Wikidata (abgerufen 2026-07-09)
- Wikipedia (abgerufen 2026-07-09)
- nsg.naturschutzinformationen.nrw.de (abgerufen 2026-07-10)
Automatisch erstellt, zuletzt geprüft: 2026-07-10
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