Naturschutzgebiet Schlootkuhlen
Mit gut 62 Hektar das größte dieser Kempener Schutzgebiete, nordwestlich der Kernstadt zwischen A 40 und Niers gelegen, seit 1989 geschützt.
Das Naturschutzgebiet Schlootkuhlen liegt nordwestlich der Kernstadt Kempen im Kreis Viersen und erstreckt sich mit seiner Y-förmigen Auenlandschaft bis in den benachbarten Kreis Kleve.
Auf einen Blick
- Art
- Naturschutzgebiet (Kennung VIE-025)
- Fläche
- rund 62,13 ha in zwei Teilflächen
- Unterschutzstellung
- seit 1989
- Lage
- nordwestlich von Kempen, Kreis Viersen (NRW)
- Zuständigkeit
- Bezirksregierung Düsseldorf
- Besonderheit
- Teil des Biotopverbunds zwischen Schleckniederung, Niersaue und Rahmsümpfen
Flächenvergleich
Fläche im Vergleich mit anderen Kölner Parks und Grünflächen.
Lage
Das Gebiet reicht vom Norden des Kreises Viersen bis in den Kreis Kleve hinein. Nördlich verläuft die Autobahn A 40, östlich begrenzt die Landesstraße L 362 das Areal, während im westlichen Teil die L 361 hindurchführt. Westlich fließt die Niers. Prägend ist die Niederung des Landgrabens, die von deutlich ausgebildeten Bruchkanten gegliedert wird.
Gewässer und Landschaft
Die Aue wird von mehreren Fließgewässern durchzogen: im Osten vom Springbach, im Westen vom Landgraben und im Nordwesten vom Niersgraben. Der Weg bei Haus Velde markiert die Wasserscheide zwischen Springbach und Landgraben. Ufergehölze aus Schwarz-Erle, Esche und Pappel beschatten die Bäche, die entsprechend arm an Wasserpflanzen sind. Kennzeichnend ist eine Kette von Kuhlen, die einst durch Torfabbau entstanden sind; sie sind unterschiedlich stark verlandet und nährstoffreich, weisen meist steile Ufer auf und werden vielfach von Grauweidengebüsch überschattet. Röhrichtgürtel treten nur vereinzelt auf, größere Schilfflächen finden sich „Hinter Fückers" sowie nordöstlich von „Haus am Feld". Zwischen den Gewässern liegen kleine Waldstücke, Grünland und einzelne Gehöfte; ein Teil der Flächen wird privat oder für den Angelsport genutzt.
Schutzziel und Lebensräume
Der Schutz zielt auf den Erhalt der landschaftsprägenden Landgraben-Niederung mit ihrem Wechsel aus offenen Wasserflächen, Verlandungszonen, Laubwäldern und feuchtem Grünland, gegliedert durch Baumreihen, Einzelbäume und Baumgruppen. Offene Wasserflächen, Röhrichte, Erlenbrücher, Altholzbestände, Wiesen, Weiden sowie Öd- und Brachflächen sollen als Lebensraum für gefährdete Kleinsäuger, Vögel, Amphibien und Gliederfüßler bewahrt werden. Ein weiteres Anliegen ist die Wiederherstellung naturnaher Gewässer, Röhrichte und Brücher. Als ökologische Leitlinie verbindet das Gebiet die Schleckniederung und die Niersaue mit den Rahmsümpfen.
Tier- und Pflanzenwelt
An Vögeln sind unter anderem Kleinspecht, Steinkauz, Tafelente, Eisvogel und Habicht nachgewiesen, teils als Brutvögel. Zu den vorkommenden Fledermäusen zählen Wasserfledermaus und Zwergfledermaus. Bei den Pflanzen sind mit Sumpffarn und Ufersegge gefährdete Arten belegt.
Galerie
Karte
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Adresse
Nikolausweg 15
47906 Kempen
Öffnungszeiten
So: 00:00–24:00
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Quellen & Links
- Wikidata (abgerufen 2026-07-09)
- Wikipedia (abgerufen 2026-07-09)
- nsg.naturschutzinformationen.nrw.de (abgerufen 2026-07-10)
Automatisch erstellt, zuletzt geprüft: 2026-07-10
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