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© Rudolfo42 · CC BY-SA 4.0

Naturschutzgebiet Schlootkuhlen

Mit gut 62 Hektar das größte dieser Kempener Schutzgebiete, nordwestlich der Kernstadt zwischen A 40 und Niers gelegen, seit 1989 geschützt.

Das Naturschutzgebiet Schlootkuhlen liegt nordwestlich der Kernstadt Kempen im Kreis Viersen und erstreckt sich mit seiner Y-förmigen Auenlandschaft bis in den benachbarten Kreis Kleve.

Auf einen Blick

Art
Naturschutzgebiet (Kennung VIE-025)
Fläche
rund 62,13 ha in zwei Teilflächen
Unterschutzstellung
seit 1989
Lage
nordwestlich von Kempen, Kreis Viersen (NRW)
Zuständigkeit
Bezirksregierung Düsseldorf
Besonderheit
Teil des Biotopverbunds zwischen Schleck­niederung, Niersaue und Rahmsümpfen

Flächenvergleich

Fläche im Vergleich mit anderen Kölner Parks und Grünflächen.

Lage

Das Gebiet reicht vom Norden des Kreises Viersen bis in den Kreis Kleve hinein. Nördlich verläuft die Autobahn A 40, östlich begrenzt die Landesstraße L 362 das Areal, während im westlichen Teil die L 361 hindurchführt. Westlich fließt die Niers. Prägend ist die Niederung des Landgrabens, die von deutlich ausgebildeten Bruchkanten gegliedert wird.

© Rudolfo42 · CC BY-SA 4.0

Gewässer und Landschaft

Die Aue wird von mehreren Fließgewässern durchzogen: im Osten vom Springbach, im Westen vom Landgraben und im Nordwesten vom Niersgraben. Der Weg bei Haus Velde markiert die Wasserscheide zwischen Springbach und Landgraben. Ufergehölze aus Schwarz-Erle, Esche und Pappel beschatten die Bäche, die entsprechend arm an Wasserpflanzen sind. Kennzeichnend ist eine Kette von Kuhlen, die einst durch Torfabbau entstanden sind; sie sind unterschiedlich stark verlandet und nährstoffreich, weisen meist steile Ufer auf und werden vielfach von Grauweidengebüsch überschattet. Röhrichtgürtel treten nur vereinzelt auf, größere Schilfflächen finden sich „Hinter Fückers" sowie nordöstlich von „Haus am Feld". Zwischen den Gewässern liegen kleine Waldstücke, Grünland und einzelne Gehöfte; ein Teil der Flächen wird privat oder für den Angelsport genutzt.

© Rudolfo42 · CC BY-SA 4.0

Schutzziel und Lebensräume

Der Schutz zielt auf den Erhalt der landschaftsprägenden Landgraben-Niederung mit ihrem Wechsel aus offenen Wasserflächen, Verlandungszonen, Laubwäldern und feuchtem Grünland, gegliedert durch Baumreihen, Einzelbäume und Baumgruppen. Offene Wasserflächen, Röhrichte, Erlenbrücher, Altholzbestände, Wiesen, Weiden sowie Öd- und Brachflächen sollen als Lebensraum für gefährdete Kleinsäuger, Vögel, Amphibien und Gliederfüßler bewahrt werden. Ein weiteres Anliegen ist die Wiederherstellung naturnaher Gewässer, Röhrichte und Brücher. Als ökologische Leitlinie verbindet das Gebiet die Schleckniederung und die Niersaue mit den Rahmsümpfen.

© Rudolfo42 · CC BY-SA 4.0

Tier- und Pflanzenwelt

An Vögeln sind unter anderem Kleinspecht, Steinkauz, Tafelente, Eisvogel und Habicht nachgewiesen, teils als Brutvögel. Zu den vorkommenden Fledermäusen zählen Wasserfledermaus und Zwergfledermaus. Bei den Pflanzen sind mit Sumpffarn und Ufersegge gefährdete Arten belegt.

© Erwin Quedenfeldt · Public domain

Galerie

© Erwin Quedenfeldt · Public domain · Commons

Karte

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Adresse

Nikolausweg 15
47906 Kempen

Öffnungszeiten

So: 00:00–24:00

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Automatisch erstellt, zuletzt geprüft: 2026-07-10

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