Naturschutzgebiet Tote Rahm
Rund 98 ha großes, bereits 1929 geschütztes Niedermoor- und Feuchtwaldgebiet zwischen St. Hubert und Tönisberg.
Die Tote Rahm ist ein rund 98 Hektar großes Naturschutzgebiet im Kempener Stadtgebiet, das bereits 1929 unter Schutz gestellt wurde. Als weitläufiger Feuchtwald- und Moorkomplex zählt es heute zum europäischen Schutzgebietsnetz Natura 2000.
Auf einen Blick
- Art
- Naturschutzgebiet (Niedermoor- und Feuchtwaldkomplex)
- Fläche
- rund 98 Hektar (98,53 ha)
- Unterschutzstellung
- 1929
- Lage
- im Bereich des Schadbruchs zwischen den Ortsteilen St. Hubert und Tönisberg
- Kennung NSG
- VIE-002
- Schutzstatus
- FFH-Gebiet (DE-4504-302), Teil von Natura 2000
- Nachbarn
- NSG Orbroich (Krefeld) im Osten, Elsdonker Rahm im Westen
Flächenvergleich
Größte Parkanlage in Kempen
Fläche im Vergleich mit anderen Kölner Parks und Grünflächen.
Entstehung
Geologisch geht die Tote Rahm auf ein etwa 10.000 Jahre altes, nach der letzten Eiszeit entstandenes Niedermoor zurück. Es galt früher als das nasseste Moor von St. Hubert — so durchnässt, dass eine vollständige Trockenlegung, wie sie andernorts üblich war, hier nie gelang.
Woher der Name kommt
Die Bezeichnung „tot" stammt aus der wirtschaftlichen Vergangenheit: Weil sich das versumpfte Gelände nicht nutzen ließ und damit als „wertlos" galt, sprach man schon vor langer Zeit von der Toten Rahm. Mehrere überlieferte Flurnamen im Gebiet erinnern noch heute an diesen Umstand.
Naturraum
Heute präsentiert sich das Gebiet als reich gegliederter Feuchtwald mit mehreren nährstoffarmen, kalkreichen Gewässern. Besonders erwähnenswert sind die Vegetation aus Armleuchteralgen, erhaltene Reste von Schneiden-Röhrichten sowie ausgedehnte Erlen-Eschen-Auwälder entlang der Bachläufe.
Schutzstatus und Besitz
Abgesehen von drei kleineren Randflächen deckt sich das Naturschutzgebiet weitgehend mit dem etwas kleineren gleichnamigen FFH-Gebiet und ist dadurch Teil des Natura-2000-Netzes. Die Flächen gehören teils der Stadt Kempen und dem Kreis Viersen, teils mehreren Landwirten und Privatpersonen.
Herausforderungen
Seit Beginn des 20. Jahrhunderts ist der Grundwasserspiegel um bis zu zwei Meter gefallen. Die Folge: An manchen Stellen liegen inzwischen Baumwurzeln trocken — ein spürbarer Wandel für ein Gebiet, das seinen Charakter jahrtausendelang der Nässe verdankte.
Karte
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Öffnungszeiten
So: 00:00–24:00
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Automatisch erstellt, zuletzt geprüft: 2026-07-09
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