Naturschutzgebiet Niep
Rund 29 Hektar großes Naturschutzgebiet östlich von Tönisberg, das bereits 1934 unter Schutz gestellt wurde.
Das Naturschutzgebiet Niep liegt östlich des Kempener Stadtteils Tönisberg im Nordosten des Kreises Viersen und begleitet den Verlauf des kanalisierten Niepkanals bis zur Kreisgrenze nach Wesel.
Auf einen Blick
- Art
- Naturschutzgebiet (Kennung VIE-024)
- Fläche
- rund 29,4 ha
- Unterschutzstellung
- seit 1934 (Landschaftsplan rechtskräftig 1989)
- Lage
- östlich von Tönisberg, Stadt Kempen
- Kreis
- Viersen (Bezirksregierung Düsseldorf)
- Prägendes Gewässer
- Niepkanal in der Niederterrassenrinne
- Nutzung
- überwiegend Grünland (Wiesen und Weiden)
Flächenvergleich
Fläche im Vergleich mit anderen Kölner Parks und Grünflächen.
Lage und Landschaft
Das Gebiet folgt der Niederterrassenrinne des Niepkanals samt ihrer Terrassenkanten. Die Niep zieht in nördlicher Richtung durch die Niederung, ist auf ganzer Länge kanalisiert und im südlichen Abschnitt angestaut. Der hier geschützte Teil gehört zu einem längeren Kanalzug, der sich über die Kreisgrenze hinaus bis nach Krefeld und in den Kreis Wesel fortsetzt. Entlang des Laufs reiht sich eine Kette von Teichen, den sogenannten Kuhlen, aneinander – ehemalige, von Menschenhand angelegte Torfstiche, die heute teilweise als Gärten dienen.
Schutzziel und Biotopverbund
Die Ausweisung soll die an nährstoffarme, unbelastete Fließgewässer und deren Randbereiche gebundenen Lebensgemeinschaften bewahren und die durch Wiesen, Weiden und den Kanal geprägte Niederung erhalten. Durch eine schrittweise Reduzierung der wirtschaftlichen Nutzung soll der vom Menschen veränderte Talraum wieder zu einem naturnahen Lebensraum entwickelt werden. Im landesweiten Biotopverbund kommt der Nieprinne besondere Bedeutung zu: Über sie schließt sich an der Ostgrenze des Kreises die ökologische Leitlinie rund um die Tönisberger Höhen.
Lebensräume und Vegetation
Das Grünland der Niederung wird durch Hecken, Baumgruppen und Einzelbäume gegliedert, stellenweise stehen noch mächtige Altbäume. Ufergehölze aus Erlen, Eschen und Weiden mit eingestreuten, teils durchgewachsenen Kopfbäumen säumen den Kanal. Am Selzer Dyk hat sich in feuchten Senken Flutrasen eingestellt. Im Norden, wo der Niepkanal in den Großen Parsick übergeht, ist ein seggenreicher Verlandungsbereich mit Schwarz-Erle ausgebildet. Die Gelbe Teichrose (Nuphar lutea) gilt hier – ähnlich wie an den Krickenbecker Seen – vermutlich als autochthone, ursprünglich heimische Art.
Tierwelt
Die naturnahen Gewässerabschnitte bieten Lebensraum für mehrere gefährdete Libellenarten. Nachgewiesen sind unter anderem der Spitzenfleck (Libellula fulva), die Gebänderte Prachtlibelle (Calopteryx splendens) und die Westliche Keiljungfer (Gomphus pulchellus).
Galerie
Karte
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Adresse
Achterberg
47906 Kempen
Öffnungszeiten
So: 00:00–24:00
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Quellen & Links
- Wikidata (abgerufen 2026-07-09)
- Wikipedia (abgerufen 2026-07-09)
- nsg.naturschutzinformationen.nrw.de (abgerufen 2026-07-10)
Automatisch erstellt, zuletzt geprüft: 2026-07-10
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